Vorlesungsreihe; Achtsame Beziehungen in rastloser Zeit – HSG Events

Vorlesungsreihe; Achtsame Beziehungen in rastloser Zeit

Psychologie / Psychotherapie

Leitung Vorlesungsreihe / Dr. phil. Ursula Germann-Müller, Psychotherapeutin, Sargans

 

Wie können wir sinnvolle Gespräche führen und differenzierte Beziehungen aufbauen, wenn in der Welt, in der wir leben, vor allem Schnelligkeit und Effizienz zählen? Wie können wir uns selber finden, wenn das, was drängt und drückt, die Oberhand gewinnt, so dass die eigenen Wünsche und Bedürfnisse leise werden? Bildungsangebote und Psychotherapien versuchen, den einzelnen Menschen zu stärken, um eine Balance zu finden zwischen Achtsamkeit nach innen und Anpassung an die rasch wechselnden Forderungen von aussen.

In den verschiedenen Lebensphasen hat das Bedrängende von Zeit und Zeitdruck verschiedene Erlebnisqualität. Das Zur-Sprache-Bringen lässt Dissonanzen und Harmonien zwischen Wünschen und Wirklichkeiten erkennen. Vielleicht wird Entschleunigung möglich und es öffnet sich ein Raum für das Eigene und für Begegnung mit einem Du. Die Frage nach Zeit und Zeitlichkeit im Lebenslauf kann zu einer bewussteren Lebensgestaltung führen mit mehr Platz für die Lebensfreude.

 

ONLINE VORLESUNG

Dienstag, 18.15 bis 19.45 Uhr

 

20. April 2021

Menschliche Begegnungen in einer Welt, in der Effizienz zählt. Lob des Unvorhergesehenen

Dr. phil. Ursula Germann-Müller, Psychotherapeutin FSP, Sargans

 

27. April 2021

Psychische Gesundheit im digitalisierten Zeitalter

Prof. em. Dr. Reinhard Fatke, Professor für Erziehungswissenschaften, Universität Zürich

 

4. Mai 2021

Die drängende Zeit. «Ich habe noch so viel vor!» Zeit und Zeitlichkeit im Lebenslauf

Dr. phil. Marie-Luise Hermann, Psychoanalytikerin und Psychotherapeutin FSP, Privatklinik Littenheid und Zürich

 

11. Mai 2021

«Reden bringt nichts, oder doch?» Die Bedeutung der Sprache in der Psychotherapie

Ulrike Hasselmann, Psychiaterin FMH und Psychoanalytische Psychotherapeutin MASP, St.Gallen

 

18. Mai 2021

Den eigenen Rhythmus finden in einer schnelllebigen Zeit – Wie wir das Körperleben dafür nutzen können

Sabina Kunz, Praxis für analytisch orientierte Körperpsychotherapie / Bioenergetische Analyse SGBAT, St.Gallen

 

*Bildquelle: Shutterstock

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Dozierende dieser Öffentlichen Vorlesung

Dr. Ursula Germann

Ursula Germann-Müller, Dr. phil. Studium der Psychologie, Philosophie, Heilpädagogik, Germanistik in Genf, Zürich, Stanford USA. Berufliche Tätigkeit: Lehrerbildung, Lehrerfortbildung, Erwachsenenbildung. Praxis für Gesprächstherapie und Lernberatung in Sargans (Psychotherapeutin FSP), Lehrbeauftragte an der Univ. St. Gallen. Publikationen -Angst, gestaltet in Träumen und Bildern der Kunst (2020) -psychische Gesundheit in rastloser Zeit (2020) -Wagnis und Scheitern in der Biografie von Pionierinnen und Pionieren (2019) -Beiträge in Fachzeitschriften zum Thema „Prüfungsangst“ - Gemeinsam philosophieren - Mutter! Mittlerin zwischen deinem Kind und der Welt. Zu Pestalozzis Mutterbild. Comenius Verlag - Die Bedeutung rhythmisch-musikalischer Erziehung in der Heilpädagogik. In: Grundlagen und Methoden rhythmischer Erziehung, Klett Verlag - Müller Ursula: Der Rhythmus. Huber Verlag

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Prof. em. Dr. Reinhard Fatke

Reinhard Fatke hat Erziehungswissenschaft, Psychologie, Germanistik und Theologie in Kiel und Tübingen studiert und mit dem Staatsexamen fürs Lehramt an Gymnasien abgeschlossen. Anschliessend Forschungsaufenthalt in New York und am Institute for Social Research der University of Michigan. Dort arbeitete er auch mit dem Psychoanalytiker Fritz Redl zusammen. Danach Rückkehr an die Universität Tübingen, wo er 1974 promoviert wurde und sich 1983 habilitierte. 1984 wurde er Professor für Sciences sociales appliquées an der Université de Fribourg und 1991 Professor für Erziehungswissenschaft/Sozialpädagogik an der Universität Zürich. Seine Hauptarbeitsgebiete sind Entwicklung und Ausdrucksformen des Kinderlebens, Devianz, Suizidalität, Partizipation und Psychoanalytische Pädagogik.

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Dr. phil. Marie-Luise Hermann

Marie-Luise Hermann, Psychoanalytikerin und Psychotherapeutin FSP, Privatklinik Littenheid und Zürich

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Ulrike Hasselmann

Ulrike Hasselmann hat Medizin in Marburg, D studiert. Ihre psychoanalytische Ausbildung absolvierte sie u.A. bei Frau Prof. B. Boothe an der Universität Zürich. Sie arbeitete in der ipw Winterthur als Oberärztin und am PZ St. Gallen als ärztliche Leiterin der Krisenintervention. Als Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie ist sie seit 2015 in eigener Praxis in St. Gallen niedergelassen. Schwerpunkte sind die Behandlung von jungen Erwachsenen mit Depressionen, Psychosen und Persönlichkeitsstörungen sowie die Behandlung von Entwicklungstraumata. Daneben arbeitet sie als Supervisorin in Institutionen sowie als Dozentin und Lehrtherapeutin in der integrativen Psychotherapieausbildung AEP Uni Zürich, sowie als Ausbildnerin für die Dargebotene Hand. Als Stiftungsrätin in psychiatrischen Organisationen ist sie mit der Weiterentwicklung einer zeitgemässen psychiatrischen Versorgung befasst.

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lic. phil. Sabina Kunz

Sabina Kunz studierte nach dem Sekundarlehramt Psychologie, Psychopathologie, Pädagogische Psychologie an der Universität Zürich. Sie arbeitete in der stationären Psychotherapie und als Beraterin für Kinder, Jugendliche, Familien und Lehrpersonen. Sie unterrichtet Psychologie und Pädagogik in der Erwachsenenbildung (ISME). Seit 2005 führt sie eine Praxis in St. Gallen (Psychotherapeutin FSP, VOPT) für analytisch-orientierte Körperpsychotherapie (SGBAT) mit Jugendlichen und Erwachsenen, Schwerpunkte Behandlung von Depressionen, Ängsten, Entwicklungstraumata. Daneben bietet sie Integrative Paartherapie (IBP) und Supervision für Fachpersonen aus pädagogisch-therapeutischen Berufen (ZQS IBP) an. Sie ist Lehrtherapeutin, Supervisorin und Lehrbeauftragte der Körperpsychotherapieweiterbildung SGBAT. Interessen: Beziehung; lebenslange Entwicklung; Arbeit mit Grenzen und Raum; Emotionsregulation.

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