Nachhaltigkeit und Unternehmertum in einer mehrwertgenerierenden Landwirtschaft – HSG Events

Nachhaltigkeit und Unternehmertum in einer mehrwertgenerierenden Landwirtschaft

Agrarpolitik

Dozent / Bernard Belk, Vize-Direktor Bundesamt für Landwirtschaft, Bern

In den letzten 20 Jahren ist ein fundamentaler Wechsel in der Agrarpolitik erfolgt. Die Landwirtschaft wurde vermehrt den Marktkräften ausgesetzt und die produktgebundene Stützung mit Preis- und Absatzgarantien durch Direktzahlungen abgelöst. Der ökologische Leistungsnachweis wurde eingeführt und die Direktzahlungen schrittweise auf die Erbringung von gesellschaftlich erwünschten Leistungen ausgerichtet.
Die Weiterentwicklung der Schweizer Agrarpolitik ist ein Erfolg. Die Arbeitsproduktivität der Betriebe ist heute deutlich höher als in den neunziger Jahren, die Landwirtschaft erbringt Mehrleistungen in den Bereichen Artenvielfalt sowie Landschaftsqualität und die Nährstoffüberschüsse sind gesunken. Nichtsdestotrotz bleibt noch einiges zu tun. Dies zeigen auch die verschiedenen Volksinitiativen, die in den letzten Jahren lanciert wurden.
Die Vorlesungsreihe gibt einerseits einen Überblick über den Reformprozess der Agrarpolitik der letzten 20 Jahre. Andererseits wird die nächste Etappe der Agrarpolitik (AP22+) ausführlich präsentiert. Mit der AP22+ will der Bundesrat die agrarpolitischen Rahmenbedingungen in den Bereichen Markt, Betrieb und Umwelt verbessern. Sie soll Grundlagen liefern, damit die Land- und Ernährungswirtschaft die Wertschöpfung am Markt steigern, die betriebliche Effizienz erhöhen und die Umweltbelastung sowie den Verbrauch von nicht erneuerbaren Ressourcen weiter reduzieren kann. Im Rahmen der Vorlesungen werden die Massnahmen präsentiert, welche die Erreichung dieser Ziele ermöglichen sollen.

 

ONLINE VORLESUNG

Montag, 20.15 bis 21.45 Uhr

26.4.2021 / 3.5.2021 und 10.5.2021

 

*Bildquelle: www.blw.admin.ch

 

 

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Dozierende dieser Öffentlichen Vorlesung

Bernard Belk

Bernard Belk ist seit dem 1. März 2018 Vizedirektor des Bundesamts für Landwirtschaft (BLW) und leitet dort den Direktionsbereich Direktzahlungen und Ländliche Entwicklung. Dem Landwirtschafts- und Lebensmittelsektor ist er seit mehr als 25 Jahren beruflich verbunden. Seine Laufbahn begann Bernard Belk als Landwirt und Züchter in der Schweiz und in Neuseeland und leitete danach das Entwicklungsprogramm der FAO auf den Kapverden. Er arbeitete dann in verschiedenen globalen Führungsfunktionen im Landwirtschaftssektor innerhalb der SGS SA in Genf und Brasilien. Vor seinem Eintritt ins BLW war Bernard Belk bei SwissRe Corporate Solutions, Zürich, weltweit verantwortlich für den Bereich Food & Agriculture, der den Landwirtinnen und Landwirten und den Akteuren der Wertschöpfungsketten Versicherungslösungen zum Schutz gegen Preis- und Ernte-Schwankungen anbietet. Bernard Belk ist Agronom ETH mit Fachrichtung Agrarökonomie und verfügt über ein MBA des IMD Lausanne, ein MAS in Real Estate der Uni Zürich und ein EFZ Landwirt/in.

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