Heilige Berge. Göttliche Gipfeltouren und Gratwanderungen

Theologie

Der Anblick ist uns Alpenbewohnern vertraut: Majestätisch, unnahbar und nach menschlichen Massstäben für alle Ewigkeit erheben sich Gipfel zum Himmel. Nur schon diese Eigenschaften machen die Berge zum Symbol des Göttlichen par excellence. An diese Empfindungen anknüpfend gelten manche Schnittstellen zwischen Himmel und Erde – so z.B. der Sinai – als Orte der Offenbarung und der Begegnung von Gott und Menschen. Berge werden wahrgenommen als Residenzen von Göttern und Göttinnen, als steinerne Throne und als divine Festsäle in unerreichbaren Höhen, wie der Olymp in Nordgriechenland, der zugleich Namensgeber der prominentesten antiken Götterdynastie ist,
der Olympier mit Zeus & Co. Die Identifikation von Gipfel und Göttlichkeit kann so weit gehen, dass Abgrenzungen verschwimmen, Berge den Status einer Gottheit erreichen und entsprechende Verehrung erfahren: Aus dem Götterberg wird ein Berggott, der japanische Vulkan Fuji zum Fuji-San («hochverehrter Herr Fuji»). Die Vorlesung erkundet in geographisch-theologischen Streifzügen sieben Berge und stellt sie mit ihren Charakteristiken, ihrer Geschichte und ihrer religiösen Bedeutung vor.

 

Mittwoch, 18.15 bis 19.45 Uhr, Raum HSG 01-014

16. September – Uluru, Australien

23. September – Kilimandscharo, Tansania

30. September  – Sinai, Ägypten

7. Oktober  – Andechs, Bayern

14. Oktober  – Fuji, Japan

21. Oktober  – Kailash, Tibet

28. Oktober – Croagh Patrick, Irland

 

Dozent | Pfarrer Markus Anker, Evangelischer Seelsorger, Universität St.Gallen

Freie Plätze:

37

Raumbezeichnung:

HSG 01-014

Standort: