«Wie ein ebner Spiegel»: Schweizer Seen in der deutschsprachigen Literatur – HSG Events

«Wie ein ebner Spiegel»: Schweizer Seen in der deutschsprachigen Literatur

Deutsche Sprache und Literatur

Dozentin  / Prof. Dr. Ulrike Landfester, Ordentliche Professorin für Deutsche Sprache und Literatur, Universität St.Gallen

 

Seen, und insbesondere Schweizer Seen, haben für die dichterische Phantasie seit Jahrhunderten eine ganze besondere Anziehungskraft: Sie sind zugleich Grenze und Transportmedium, können verführerisch glatt im Sonnenlicht schimmern und gleich darauf gefährliche Wellen schlagen, bergen in ihren Tiefen Tragödien ebenso wie Schätze. Vor allem aber sind sie, gerade in ihrer Vielgestaltigkeit, in literarischen Texten stets Spiegel dessen, was sich auf und an ihnen abspielt: Die Gründung der Eidgenossenschaft in Friedrich Schillers Schauspiel Wilhelm Tell, die Konflikte der Reformationszeit in Conrad Ferdinand Meyers Huttens letzte Tage, die vielschichtige Sommeridylle von Ida Bindschedlers Die Turnachkinder, die barocken gesellschaftlichen Arabesken in und um Rapperswil in Gerold Späths Unschlecht und die existentiellen Grenzüberschreitungen über den Bodensee bei Gustav Schwab, Peter Handke und Otto Frei.

 

ONLINE VORLESUNG

Dienstag, 18.15 bis 19.45 Uhr

23.2.2021 / 2.3.2021 / 9.3.2021 / 16.3.2021 / 23.3.2021 und 30.3.2021

 

 

*Bildquelle: Historisches Lexikon der Schweiz

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Dozierende dieser Öffentlichen Vorlesung

Prof. Dr. Ulrike Landfester

Geboren 1962 in Soltau/Niedersachsen DE; Studium der Neueren Deutschen Literatur, der Mediävistik und der Anglistik in Freiburg/Breisgau und München; 1993 Promotion (Der Dichtung Schleier. Zur poetischen Funktion von Kleidung in Goethes Frühwerk) und 1998 Habilitation (Selbstsorge als Staatskunst. Bettine von Arnims politisches Werk), beides in München. Nach Positionen an den Universitäten Hamburg, Frankfurt am Main, Wien/Österreich und Konstanz und einer 2003 Professur an der Universität Frankfurt am Main seit 2003 Ordinaria für deutsche Sprache und Literatur an der Universität St. Gallen / Schweiz; 2004-2012 Mitglied des Forschungsrats des Schweizerischen Nationalfonds, seit 2009 als Vizepräsidentin; von 2011-2919 Prorektorin der HSG für Aussenbeziehungen. Mitherausgeberin der Werke von Rahel Varnhagen von Ense, Bettine von Arnim und Historisch-kritischen Clemens Brentano-Ausgabe; Forschungsschwerpunkte in Goethezeit und Romantik, Kulturtheorie des Körpers, interdisziplinärer Universitätsentwicklung und Geschichte des alphabetischen Schreibens.

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